Freundeskreis der Schwabenritter
Startseite
Geschichte
Die Kyfer von Tiefenbach
Thomas Michael von Baldenstein
Heinrich von Nippenburg
Thorben von Killinger
Freunde und Gefährten
Termine
Links
Bildergalerie
Gästebuch
Impressum/Kontakt
Die Kyfer von Tiefenbach

Rekonstruktion des Wappen der Kyfer von Tiefenbach

Erstamls erwähnt wurde die Familie derer von Tiefenbach am 05.05.1205 als sich die Adelige Susanne von Naudersberg und der Ritter Andreas "kyfer"vom Tiefenbach im Schloß zu  Rechberghausen das Ja Wort gaben.           

Schon im zweiten Monates des selben Jahr kam wohl schon das erste Kind  Anna Maria von Tiefenbach zur Welt.

Im April des Jahres 1207 kam dann der langersehnte Stammhalter Christian Gebhard  "kyfer"von Tiefenbach zur Welt womit die Familie zunächst komplett ist.

 

Die Geschichte der Kyfer von Tiefenbach

Den eigentümlichen Spitznamen hatte Mitte der des 13. Jahrhunderts der Ritter Heinrich       ( gest. vor 1269), der Erbauer der Burg Tiefenbach, von seinen Zeitgenossen erhalten. Man nannte in den Kiver, ein Name der nicht wie früher angenommen wurde, auf den Beruf des Küfers  und damit auf eine bürgerliche Herkunft weist, sondern von dem Verb keifen (mittelhochdeutsch kiven) abzuleiten ist und somit „zanken“ bedeutet.  Seinen Beinamen wird Heinrich Kiver nicht ohne Grund bekommen haben. Vor 1269 hatte er unrechtmäßig dem Frauenkloster Pfullingen Güter im Tiefenbach, die zum Nürtinger Hof des Klosters gehörten, weggenommen.  Nach seinem Tod verzichteten 1269 seine Witwe Elisabeth, ihr Sohn Heinrich congomine kiver („mit Beinamen Kiver“) und ihre weitere Söhne auf diese Güter.

1274, 1277 und 1287 verkaufte die Witwe und ihre Söhne Wernher der Kleriker, Heinrich, Konrad und Ludwig sowie die Tochter Agnes Höfe in  Zazenhausen und Zuffenhausen an das Esslinger Spital sowie einen Hof in Steinbach an das Kloster Kirchheim. Für diese Verkäufe der Kiver, die ausdrücklich als ihre Ministerialen bezeichnet werden, gaben die Teckherzöge ihre Zustimmung.

Das Wappen der Kiver, der geschachtete Schild, lässt vermuten, dass Heinrich Kiver der Familie der Herren vom Schlossberg entstammt. Vielleicht handelt es sich um einen Sohn des 1240 genannten Eberhard von Schlossberg.

Weiter sind nachgewiesen:

Die Brüder Johann (1318/58) und Ulrich Kiver (1340/92) sowie ihr vor 1340 verstorbener Vetter Rudolf (1318), die alle die Ritterwürde erlangt haben.

Zwei Töchter des Ritter Rudolf namens Elisabeth (1340/60) und Katharine (1340/66) waren im Kloster Kirchheim versorgt worden; eine weitere Tochter namens Anne (1340/71) die 1340 noch zuhause lebte , heiratete einen Albrecht von Zell (der Celler); der Sohn, der Edelknecht Rudolf der Kiver (1341/52), hatte die Burg Tiefenbach geerbt, die Mitte des 14.Jahrhunderts ein Württembergisches Lehen war. Nach seinem Tod er hinterließ offenbar keinen männlichen Erben, verlieh am 24.Juni 1377 Graf Eberhard von Württemberg Tiefenbach die Burg, lüt und guot, aecker und wissen, holtz und velde, besuohtz und unbesuhtz, genant oder ungenant, was über al zuo der vorgenanten bürg oder daran gehöret, als daz Ruodolff der Kyfer bizher von uns ze lehen gehebt hat, an seinen lieben diener Johann von Hochdorf.

In der Gefallenenliste der Schlacht bei Reutlingen (1376) tauchen auf der Seite der Adligen aus der Kirchheimer Gegend unter anderem auch zwei Kiver von Dettingen, die beide Conrad hießen auf. Beide werden vor 1377 in den Urkunden nicht genannt. Es ist anzunehmen, das sie in jungen Jahren gefallen sind und dass sich damit das Ende der Familie abzeichnete.

Mitte des 14. Jahrhunderts zogen viele Adlige, Ritter und Edelknechte nach Italien um sich in den Dienst des Papstes oder der italienischen Städte zu stellen. In der Soldliste der Stadt Pisa aus dem Jahre 1369 werden im Banner des Friedrich von Randeck 80 Reiter genannt, darunter Konrad von Lichteneck und der Ritter Heinrich Kiver(Chiuer). Dieser Heinrich Kiver wird nur hier ein einziges mal genannt, wahrscheinlich ist er aus Italien nicht mehr in seine Heimat zurückgekehrt.

Der Ritter Ulrich Kiver ist zwischen 1392 und 1406 offenbar als Letzter seiner Familie gestorben. Es muss seine Wappengrabplatte gewesen sein, die sich bis 1945 an der Dettinger Kirche erhalten hatte. Der Geislinger Diakon Klemm schrieb 1880 über die Grabplatte, den Schild als gestürzt und verwies darauf, dass es üblich war auf dem Gedenkstein des Letzten eines Geschlechts das Wappen gestürzt darzustellen. Auf dem Stein las er folgende Minuskelinschrift: Anno d(omi)ni mcccc LII obyt u(o)lric(us) Kyfer miles (? Annunciatione b(eatae) m(ariae) v(irginis) ?)  („Im Jahre des Herrn 1452 starb Ulrich Kiver, Ritter , am Tag der Verkündigung Mariä“). Demnach wäre der letzte Kiver am 25.März 1452 gestorben, über ein halbes Jahrhundert nach der letzten urkundlichen Erwähnung eines Ritters Ulrich Kiver. Es muss ein Lesefehler vorliegen, der Todestag muss zwischen dem 2.Dezember 1392, der letzten urkundlichen Erwähnung und dem 18.Mai 1406 liegen, dem Tag, an dem er in einer Urkunde als verstorben bezeichnet wurde.

Über die Burg Tiefenbach gibt es nach der Verleihung 1377 keine Nachrichten mehr. Sie wird bald darauf in Abgang geraten sein.

(Quelle Buch: Dettingen unter Teck 1251-2001,Beiträge zur Ortsgeschichte) 

 

 

Startseite
Geschichte
Die Kyfer von Tiefenbach
Thomas Michael von Baldenstein
Heinrich von Nippenburg
Thorben von Killinger
Freunde und Gefährten
Termine
Links
Bildergalerie
Gästebuch
Impressum/Kontakt